Wissensmanagement: Tools und Methoden für KMU


wissensmanagementDie Relevanz von Wissensmanagement steigt mit der Unternehmensgröße ebenso wie der Investitionsbedarf für Collaboration Tools. Gut beraten ist, wer diese Herausforderung bereits früh in Angriff nimmt. Werden Instrumente und Verfahren des Wissens- und Content-Managements von Beginn an in die täglichen Routinen integriert, entwickeln sie sich zum integralen Bestandteil der Unternehmens-DNA heran. Als gelebte Unternehmenskultur wachsen sie mit dem Start-up. Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss der betrieblichen Gepflogenheiten auf die Bereitschaft jedes Einzelnen, Erfahrungen und Know-how selbstverständlich mit Kollegen zu teilen. Schließlich gehen Deutsche Unternehmen immer noch zu leichtsinnig mit ihrem eigenen Wissen um.


 

Nachhaltigkeit: Vorhandenes Wissen organisieren

Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen ist das aktive Management der Ressource Wissen ein zentrales Mittel zur Gewährleistung der Wettbewerbsfähigkeit – sowohl hinsichtlich des Absatzmarkes als auch im Hinblick auf die Mitarbeiter. Fluktuation ist kein wünschenswerter Zustand, aber oft Teil der betrieblichen Realität. Es ist bedauerlich, wenn versierte Kräfte das eigene Unternehmen als Sprungbrett nutzen, eine Familie gründen oder eine Auszeit nehmen. Die Augen davor zu verschließen, ist müßig. Wer Wert auf den nachhaltigen Erfolg legt, managt die Ressource Wissen aktiv und sorgt somit dafür Fachkenntnisse breit im Betrieb zu streuen.
 

Herausforderungen in der Gründungsphase

In jungen Organisationen stellen sich besondere Aufgaben und sie erfordern passende Herangehensweisen. Schließlich ist ein Start-up mehr als bloß die kleinere Version eines etablierten Unternehmens. Wenn Improvisationstalent mehr gefragt ist, als die vorherrschende Prozesskultur ausgeprägt zu sein scheint, fällt es besonders schwer Ressourcen für das Wissensmanagement zu lokalisieren. Je später Wissensmanagement-Initiativen starten, desto höher wird der erforderliche Aufwand und Investitionsbedarf. Akzeptanz und Schulungsbedarf für neue Werkzeuge und Methoden wachsen ebenfalls mit der Unternehmensgröße. Auch folgende Fragestellungen ändern sich:

  • Wächst die Firma, ist eine der brennenden Aufgaben, die Einarbeitung und Integration neuer Kollegen effizient zu gestalten.
  • Je mehr verschiedene Teams und Abteilungen mit- und nebeneinander arbeiten, umso wichtiger werden Fragen des Skillmanagements und des Wissenstransfers. Während in kleineren Organisationen mit flachen Hierarchien allgemein bekannt ist, wer über Expertise in welchem Gebiet verfügt, laufen wachsende Organisationen Gefahr, Potenziale zu verschenken.

 

Ansatzpunkte und Herangehensweisen

Smarte Apps und cloudbasierte Wissensmanagement-Lösungen der letzten Jahre sind aufgrund individueller Konfigurationsmöglichkeiten attraktiv für junge Unternehmen. Die Suite des Anbieters Haufe erleichtert die unternehmensinterne Verknüpfung von Wissen, Prozessen und allgemeinem Teamwork. Auch organisatorische Maßnahmen wie Meetingroutinen und Vertretungsregelungen können ein Weg sein. Dass große Investitionen allein kein Heilsbringer sind, zeigen Praxisbeispiele. So stand bei der 2006 aus der DTAG ausgegründeten Schaltzeit GmbH nicht die Einführung einer umfassenden Software-Suite im Vordergrund des Wissensmanagements, sondern vielmehr der einheitliche Umgang mit den bereits eingesetzten Tools und Strukturen. Dabei wurde bewusst auf fragmentierte Lösungen gesetzt, die auch in Sachen Usability überzeugen.

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