TNS Digital Life Studie: „Erfolgreiches Marketing muss auch erfolgreich in sozialen Medien präsent sein“

So lautet das Fazit von Dirk Steffen, Stellvertretender Geschäftsführer Technology & Media der deutschen TNS Gruppe und Direktor des Digital Centres bei der Vorstellung der aktuellen TNS Digital Life Studie. „Mit dieser Präsenz in sozialen Medien ist allerdings keine Werbung gemeint. Sobald Markenaktionen in sozialen Medien als zu aufdringlich wahrgenommen werden, fühlen sich über die Hälfte der Social Networker in Deutschland eher gestört.“

Die TNS Digital Life Studie, deren Ergebnisse gestern vorgestellt wurden, liefert auf Basis von mehr als 72.000 Konsumenteninterviews einen umfassenden Blick auf das Onlineverhalten in 60 Ländern und ist damit repräsentativ für das Onlineverhalten von ca. 2 Mrd. Internetnutzern. Interaktiv sind die Kernergebnisse ab sofort unter www.tnsdigitallife.com abrufbar.

Bei einer Internetpenetration von annähernd drei Vierteln der Gesellschaft sind cross-mediale Marketingstrategien in Deutschland heute eher der Normalfall als die Ausnahme für die Markenkommunikation. Allerdings sollten Werbetreibende nicht nur darauf abzielen, eine einheitliche Werbebotschaft gleichzeitig über verschiedene Kanäle zum Verbraucher zu transportieren, sondern dabei auch verstehen, welchen Beitrag die diversen Mediengattungen in den verschiedenen Phasen der Consumer Journey liefern. Mit Consumer Journey wird hierbei der Prozess vom ersten Werbekontakt über die Kaufentscheidung, den Kauf bis hin zum Kundenbeziehungsmanagement bezeichnet.

Ist das Interesse der Verbraucher erst einmal geweckt, so recherchieren 85 Prozent der Konsumenten in Medien, die die Marke selber kontrollieren kann, wie beispielsweise die eigene Webseite. Etwas mehr, 86 Prozent, nutzen dabei auch sogenannte „Earned Media Kanäle“, das heißt Seiten, auf denen Dritte über Produkte schreiben und diese bewerten. In diese Kategorie fallen beispielsweise Kommentare in sozialen Netzwerken, Blogs, Microblogs wie Twitter, Konsumentenvideos (YouTube) und natürlich Review- und Preisvergleichsseiten.

Auf dem Weg zum Unternehmen 2.0

Wie die Studie verdeutlicht, spielt es für Unternehmen, die sich erfolgreich als Unternehmen 2.0 präsentieren möchten, eine zentrale Rolle, eigene wie fremde Medien und Kanäle sinnvoll zu integrieren. Brian Solis, Erfinder des „Conversation Prism“, spricht in diesem Zusammenhang vom „Social Media Universe“, in dem sich jeder sein eigenes Universum generieren muss.

Das Weblog als „Fixstern“ im Social Media Universe

Mitgliedschaften in Dutzenden Communities und sozialen Netzwerken bringen gar nichts, wenn sie nicht der Firmenphilosophie des Unternehmens entsprechen bzw. wenn sich dort keine der potentiellen Kunden und Geschäftspartner bewegen. Videos, Webinare und Webcasts verursachen zuerst einmal Aufwand – und machen nur Sinn, wenn sie dem Unternehmen helfen, neue Kontakte zu knüpfen bzw. bestehende Kontakte zu vertiefen. Und mit plumper Werbung – das bestätigt ja auch die TNS-Studie – kommt man im Web 2.0 auch nicht weiter.

Ist eine Auswahl der relevanten Medien und Kanäle erfolgt, lautet die Aufgabe dann, diese sinnvoll zu verknüpfen. Ein Weblog hat sich dabei in unseren Projekten als idealer „Fixstern“ im Social Media Universe erwiesen, denn es bietet unbegrenzte Möglichkeiten der Kommunikation und Interaktion sowie zur Integration der wichtigsten Sozialen Netzwerke (Facebook, XING, LinkedIn) und Web 2.0-Plattformen (Twitter, YouTube).

Einen Einstieg in die Vorgehensweise, ein eigenes Social Media Universe auf der Grundlage eines Weblogs aufzubauen, bietet der Online-Workshop Ihr Weblog als Web 2.0- und Social Media-Cockpit

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