Skript Internetrecht 2012 von Prof. Dr. Thomas Hoeren zum kostenlosen Download verfügbar

Skript Internetrecht 2012Wenn man sich heute im Internet bewegt, muss man sich zwangsläufig auch mit der Rechtslage und den rechtlichen Vorschriften auseinandersetzen. Dies ist gerade im Web 2.0- und Social Media-Bereich gar nicht so einfach, denn viele der in Deutschland gültigen Rechtsnormen wurden zu einer Zeit aufgesetzt, als noch niemand, und schon gar kein Jurist, an Facebook, Twitter, YouTube oder XING dachte. Dies ist heute anders. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Fachjuristen zum Thema Internet. Einer der sicher renommiertesten Rechtsexperten zu diesem Bereich in Deutschland ist Prof. Dr. Thomas Hoeren, Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. Seit mehreren Jahren legt Prof Hoeren bereits sein Skript Internetrecht auf, die aktuelle Fassung Stand Oktober 2012, kann kostenlos von der Webseite der Uni Münster herunter geladen werden.


 

Was soll dieses Buch im Internet?

Diese Frage stellt Prof. Hoeren im Vorwort zur aktuellen Ausgabe und beantwortet die Frage gleich selbst:“ Es gilt zu beachten, dass das Internet eine Dynamik hat, die die klassischen Buchverleger überfordert. Viele der in einem Buch getroffenen Aussagen sind gerade wegen des buchspezifischen Time Lag schon im Zeitpunkt des Erscheinens überholt. Dennoch macht es gerade auch im Zeitalter der digitalen Schnelligkeit Sinn, Bücher zu publizieren. Diese nehmen eine andere Funktion wahr. Galten sie früher als Medium für die schnelle Information, sind sie heute Archive. Es wird ein bestimmter historisch wichtiger Zeitpunkt der Diskussion für alle Zeiten festgehalten. Für eine zeitnah-aktuelle Information ist das Buch jedoch kaum noch geeignet. Wer also halbwegs up to date bleiben will, muss auch im Internet publizieren und lesen.“

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Prof. Thomas Hoeren: Ein streitbarer Wissenschaftler

Die oben geäußerte Einschätzung von Prof. Hoeren wird manchem Verleger „sauer“ aufstoßen, der zumindest jetzt (noch) den Haupteil seines Umsatzes mit dem Bedrucken von Papier erwirtschaftet. Doch der „streitbare Professor“ ist dafür bekannt, dass er sagt, was er denkt. Beispiel gefällig. Im Sommer letzten Jahres „schockte“ Prof. Hoeren die Öffentlichkeit mit der Aussage, Unternehmen hätten auf Facebook nichts zu suchen.
In diesem Sommer setzte er dann noch eines drauf und erklärte in einem brandeins-Interview die Verwertungsgesellschaft für Musik- und Tonträger GEMA sei „seit den dreißiger Jahren bis zum heutigen Tage von mafiösen Strukturen durchzogen“.

Diese Aussage kam ihm allerdings im wahrsten Sinne des Wortes „teuer“ zu stehen, denn die GEMA schickte eine Abmahnung und forderte ihn auf, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben und die Verwendung des Wortes „mafiös“ zu unterlassen.

Die Reaktion des „Profs“ (nachzulesen bei e-recht24: „Die GEMA hat natürlich nichts mit der Mafia zu tun. Es gibt da viele Unterschiede, unter anderem:

  • agiert die Mafia von Italien, die GEMA von München aus
  • schneidet Abtrünnigen Finger ab (ist mir als Praxis bei der GEMA unbekannt)
  • ist/war die Mafia in unerlaubte Prostitution, Mord, Geldwäsche verwickelt, die GEMA nicht.“

 

Abmahnung, oh je …!

Nun ist nicht jeder von uns ein IT-Rechtler und noch dazu Professor und wird deshalb nicht so „cool“ reagieren, wenn einem so ein Schreiben ins Haus flattert. Auch uns ist es leider schon ein paar Mal passiert, das wir eine Abmahnung erhielten und ich muss gestehen, dass ich dabei jedes Mal feuchte Hände bekam, da die Formulierungen einem Nicht-Juristen schon etwas Angst einflößen.

Wie ich mich in diesen Fällen verhalten habe und was ich auch Ihnen rate, beschreibe ich – gänzlich unjuristisch – in meinem neuen Buch „So werden Sie zum Content King

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