Seit heute: Webseitenoptimierung für mobile Endgeräte wird zum Google-Rankingfaktor


responsive-webDie Mobilfreundlichkeit von Webseiten ist seit heute ein Google SEO-Rankingfaktor. Google erklärt dazu im Webmaster-Zentrale Blog: “Wie bereits Anfang des Jahres angekündigt beginnen wir heute mit der weltweiten Einführung unseres Updates für die Mobilgeräte-Optimierung. Im Zuge dieser Einführung verbessern wir das Ranking von für Mobilgeräte optimierten Seiten in den Ergebnissen der mobilen Suche.Nutzer können jetzt noch einfacher qualitativ hochwertige und relevante Ergebnisse finden, wo die Texte ohne viel Aufwand direkt lesbar sind, die Tippziele genügend Abstand bieten und die Seiten nicht anzeigbare/abspielbare Inhalte und horizontales Scrolling vermeiden.”

Für Webmaster, die testen möchten, ob die eigene Webseite mobilfreundlich ist, stellt Google ein kostenloses Online-Tool zur Verfügung. Natürlich haben wir dieses Tool gleich einmal ausprobiert. Für unseren Unternehmen 2.0-Blog erhielten wir folgendes Ergebnis:

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Keine große Überraschung. Immerhin erstellen wir alle unsere Webseiten und Blogs mit WordPress und dort sind die meisten Designvorlagen (Themes) mittlerweile “responsive”, das heißt, sie passen sich der unterschiedlichen Größe und Auflösung der Displays unterschiedlicher mobiler Endgeräte (iPhone, iPad, SmartPhone, Tablet) automatisch an. Umso größer war die Überraschung, als wir beim Test einer anderen von uns mit WordPress erstellten Seite, dem Webauftritt der Initiative Cloud Services Made in Germany ein negatives Testergebnis erhielten.

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Was also tun? Der Grund für das negative Ergebnis war schnell gefunden. Das für die Webseite verwendete Theme basiert auf dem mittlerweile in die Jahre gekommenen WordPress-Standardtheme TwentyTen (Jahrganz 2010) und damals spielte das “responsive design” eben noch keine so große Rolle wie heute. Was also tun? Auf ein anderes Theme “umziehen”, das bestehende Theme irgendwie auf “responsive” umbiegen? Beide Optionen wären auf jeden Fall mit einer Menge Arbeit und Tüftelei verbunden gewesen. Gott-sei-Dank fiel uns dann ein, dass auch das für den Unternehmen 2.0-Blog verwendete Theme bereits etwas älter ist und deshalb ebenfalls nicht “responsive” war, als wir es ursprünglich auswählten. Das “responsive design” im Unternehmen 2.0-Blog stammt also nicht vom Theme selbst, sondern von einem entsprechenden Plugin, das WPTouch heißt. Dieses sehr einfach zu implementierende Plugin, das wir in seiner Kostenlos-Version verwenden, reicht also scheinbar aus, um die neuen Google-Anforderungen zu erfüllen.

Prompt machten wir die Probe aufs Exempel, installierten das Plugin auch auf der WordPress-Installation für die Initiativen-Seite und führten den Google “mobile-friendly”-Test nochmals durch.

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Das Ergebnis: Test bestanden!

Wenn Sie also in den nächsten Tagen Werbemails von Webagenturen erhalten, mit dem Hinweis, Sie sollten Ihre Webseite unbedingt auf ein Responsive Design umstellen und man würde Ihnen dabei natürlich gerne behilflich sein (ich hatte heute bereits drei solcher Angebote im Posteingang), rate ich Ihnen, sich erst einmal zu informieren, ob es nicht digitale Helferlein wie das oben beschriebene Plugin gibt, die Ihnen diesen Dienst ebenfalls erweisen.

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