Recruiting 2.0: Wie kommuniziert man mit „digital natives“ …?

Diese Frage stellen sich immer mehr Unternehmen in Deutschland. Denn diese Zielgruppe der „digitalen Eingeborenen“, d.h. der Menschen die mit digitalen Technologien wie Computern, dem Internet, SmartPhones und sonstigen Geräten, die mit „iP…“ beginnen, aufgewachsen sind, ist nicht nur als Käuferzielgruppe für viele Produkte des täglichen Lebens attraktiv, sondern auch für viele Personalabteilungen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Doch auch das Werben um Mitarbeiter, zu Neu-Deutsch „Recruiting“ hat sich in vielen Branchen bereits in das Web 2.0 und die sozialen Netzwerke verlegt und deshalb stellt sich nicht nur für viele Vertriebs- und Marketing-Verantwortliche, sondern auch viele Personalverantwortliche die Frage: „Wie kommuniziert man mit „digital natives“ …?

Und schnell wird dem oder der Personalverantwortlichen – in der Regel stammt dieser/diese (noch) aus der Personengruppe der „Digital Immigrants“ (digitale Immigranten), das sind diejenigen von uns, die wie ich die oben genannten Technologien und Gadgets erst im Erwachsenenalter kennengelernt haben – klar, dass man die avisierte Zielgruppe immer weniger über eine klassische Stellenanzeige in einer großen deutschen Tageszeitung oder einen Messestand auf einer Absolventenmesse erreicht, sondern natürlich am besten dort, wo sie ich sowieso „tummelt“: im Web 2.0. Deshalb braucht die Personalabteilung von heute auch drei Dinge: eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account und einen YouTube-Kanal plus die entsprechenden zielgruppen-relevanten Videos.
 

KarriereSPIEGEL: Die Parade des Schreckens

Doch ganz so einfach ist es dann leider doch nicht. Die Redaktion des KarriereSPIEGEL hatte unter dem Motto „Lizenz zum Fremdschämen“ Anfang dieses Jahres seine Leser aufgerufen, Links zu den peinlichsten Recruiting-Videos einzusenden. Knapp 150 Vorschläge wurden eingereicht. Eine Top 10-Liste wurde dann Anfang Juli in KarriereSPIEGEL veröffentlicht.

Ich überlasse es Ihnen, sich Ihre eigene Rangliste zu erstellen, möchte es aber nicht versäumen, Ihnen meine Top 3 zu nennen:

Platz 3: Praktikum bei Edeka




 
Platz 2: Der BMW Praktikum-RAP



 
Platz 1: Ernst & Young: O Happy Day!



 

Die Moral von der Geschicht: Ein Rap macht noch kein „hippes“ Recruiting-Video

Die im KarriereSPIEGEL genannten Beispiele zeigen, dass Social Media- und Web 2.0-Kampagnen auch nach hinten los gehen können, gerade wenn man versucht, eine Zielgruppe anzusprechen, die einem scheinbar völlig „unbekannt“ ist. Dabei sollte es doch auch in den Personalabteilungen deutscher Unternehmen Mitarbeiter mit Teenagern in der Familie geben. Meine beiden „digital natives“ haben auf jeden Fall so reagiert wie von ihrem „digital immigrant“-Vater erwartet: Mit ungläubigem Kopfschütteln und großem Gelächter.

Darüber wird deutlich, dass nicht jeder für den Platz „vor der Kamera“ geboren ist (den Ernst & Young-Mitarbeitern im „Gospel-Song“ sieht man ihr Unbehagen teilweise deutlich an, da nützt auch die professionelle „Vorsängerin“ nichts). Wenn Sie also weder vorhaben, einen RAP über Ihr Unternehmen zu reimen, noch einen Firmen-Chor auf die Beine zu stellen, allerdings dennoch die unbestrittenen Vorteile des Mediums Online-Video für Ihr Unternehmen nutzen möchten, finden Sie in unseren Tutorials ein Online-Tutorial, wie Sie aus einer einfachen Powerpoint-Präsentation ein Online-Video erstellen.

Ansonsten freue ich mich natürlich wie üblich auf Ihr Feedback und Ihre Kommentare. Wenn Sie selbst Beispiele für Recruiting-Videos kennen, die es nicht in die „Parade des Schreckens“ von KarriereSPIEGEL geschafft haben, können Sie den entsprechenden Link ebenfalls in einen Kommentar unten einbinden.

Sie können einen Kommentar abgeben, oder von Ihrer eigenen Seite einenTrackback setzen.

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