Mia san mia 2.0: FC Bayern München ist Meister – und (fast) alle feiern mit …

meisterschaleOb man nun Bayern-Fan ist oder nicht – dem, was die Münchener Star-Kicker diese Saison zumindest auf nationaler Ebene hinbekommen haben, kann man als Fussball-Interessierter nur Hochachtung zollen. Und das tun auch alle: Gegner, allen voran der entthronte Meister Borussia Dortmund, Presse, Medien und viel, viel Prominenz: Boris Becker (na klar!), Dirk Nowitzki (trotz vieler Jahre in Texas halt doch ein Bayer, wenn auch ein Franke …) oder Regierungssprecher Steffen Seibert (für Frau Merkel???) – Web 2.0 und Social Media machens möglich. Und auch die Meister-Fussballer nutzten die neuen Medien, um die 23. Meisterschaft zu feiern, obwohl ja eigentlich nicht gefeiert werden sollte, denn es warten noch weitere Aufgaben.

Und so wurde bereits kurze Zeit, nachdem im Bezahlfernsehen gezeigt worden war, dass der brasilianische Abwehrspieler Dante im Stadion sein Trikot gegen eine „gefakte“ Meisterschale eingetauscht hatte, das entsprechende Foto auf Instagram veröffentlicht, das den Fussballer mit seinen beiden brasilianischen Mannschaftskollegen Rafinha und Luiz Gustavo nebst „Meisterschale“ auf dem Frankfurter Flughafen zeigt.

dante-instagram

Der entsprechende Tweet auf Twitter ließ auch nicht lange auf sich warten:

 

FC Bayern 2.0 – Facebook, Twitter, YouTube

Und auch der Verein selbst nutzte die sozialen Medien, um möglichst rasch „Live Footage“ vom Samstag zu veröffentlichen. Auf der Facebook-Seite des Vereins gibt eine Bildergalerie – man vergisst bei dem ganzen Meistertrubel aber auch nicht, Franck Ribery zum Geburtstag zu gratulieren (am Sonntag). Auch auf Twitter ist der FC Bayern natürlich vertreten, dort twittern allerdings nicht Trainer und Mannschaft, sondern ein Team unter Leitung von Presse-Chef Markus Hörwick. YouTube, Google+, Tencent QQ ein in Asien weit verbreiteter Instant Messaging Service und Sina Weibo, der größte chinesische Mikroblogging-Service gehören alle zum „Social Media Universe“ des Münchener Fussballvereins.
 

Dabei sein ist alles! – genügt weder im Sport noch in Web 2.0 und sozialen Medien

Ich denke, das Beispiel FC Bayern zeigt sehr gut, dass der olympische Gedanke allein für Spitzenleistungen nicht mehr ausreicht, weder im Sport noch im Business. Für die Spieler – die meisten von ihnen gehören ja sowieso mehr oder weniger zu den „digital natives“ – mögen Twitter, Facebook oder Instagram ja ein netter Zeitvertreib oder Dienst am Fan sein, für den Verein – bzw. die Aktiengesellschaft, der der Verein gehört – sind Web 2.0 und soziale Medien mittlerweile ein wichtiger Erfolgsfaktor – oder warum glauben Sie, dass die beiden einzigen fremdsprachigen Dienste ausgerechnet in Asien beheimatet sind? Der Erfolg gibt den Bayern recht – sportlich wie wirtschaftlich, der Verein gehört auch wirtschaftlich weltweit zu den Vorbildern.
 

Terminhinweis: Content-Strategie Workshop in München, 23. April 2013

Dass unser nächster Content-Strategie Workshop am 23. April ausgerechnet in der Heimatstadt des neuen Fußballmeisters stattfindet, ist Zufall. Bei der Terminierung haben wir nicht damit rechnen können, dass der FC Bayern die Sache so früh klar macht. Das Beispiel FC Bayern zeigt aber hervorragend, dass es sich heute eigentlich kein Unternehmen mehr leisten kann, sich nicht mit dem Thema Social Media und Web 2.0 auseinander zu setzen und dass kontinuierlich attraktive, für die Zielgruppe relevante Inhalte dabei eine zentrale Rolle spielen. Meister wird der FC Bayern nur einmal im Jahr, die sozialen Netzwerke werden aber kontinuierlich, unabhängig vom sportlichen Erfolg bedient. Darüber hinaus zeigt das Beispiel FC Bayern, dass es selbst für einen Fussballverein mit weltweiter Fangemeinde keinen Sinn macht, überall dabei zu sein. Die Medien, auf denen man sich präsentiert, scheinen doch mit klarer Zielgruppenfokussierung auswählt.

Ich werde mir auf jeden Fall zur Vorbereitung des nächsten Workshops in München nochmals die verschiedenen Social Media- und Web 2.0-Auftritte der Bayern anschauen und gegebenfalls in den Workshop einbauen. Weitere Informationen zum Workshop finden Sie auf der GROHMANN BUSINESS CONSULTING-Webseite. „FCA-“ „Cluberer“- oder „Sechzger“-Fans sowie Menschen, die mit Fußball überhaupt nichts anfangen können, sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen … 🙂 Ich freue mich, Sie in München persönlich zu treffen.

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