Klaus Eck: „Niemand wartet auf Ihre Inhalte“

Mit dieser Nachricht „schockte“ PR-Blogger Klaus Eck gestern die gesamte Fachwelt, lieferte dafür aber gleich auch eine einleuchtende Erklärung. Die bisher nur aus den traditionellen Medien (siehe Fernsehwerbung) bekannte „Reizüberflutung“ der Zuseher hat mittlerweile auch Social Media und Web 2.0 erreicht. Je mehr Kontakte auf Facebook, Twitter, LinkedIn oder XING man hat, desto größer wird die Flut an Tweets, Posts und geteilten Links. Folge, das bestätigt auch Klaus Eck: „Wenn alle mit uns als Leser kommunizieren wollen, halten wir uns lieber die Ohren zu oder schauen weg.“


 

Content is King! von wegen …

Im Umkehrschluss bedeutet dies eigentlich, dass alle unsere Bemühungen als Blogger, Webseitenbetreiber oder Online-Redakteure dadurch zunichte gemacht werden, dass wir in der Masse der Social Media-Kommunikation untergehen. Selbst die bei Faebook angeblich so beliebten Katzenbilder scheinen da nicht mehr zu helfen – auch wenn Klaus Eck in seinem Beitrag nochmals einen (wohl letzten) Versuch mit einem Mietzkatzen-Foto unternimmt. 🙂

Doch zurück zum Thema: Klaus Eck kommt in seinem Beitrag zu dem Ergebnis: „Großartiger Social Media Content macht Arbeit und setzt einige Dinge voraus.“ Nur wenige Großunternehmen wie Coca Cola können es sich ein eigene Online-Redaktion aufzubauen, die sich fulltime darum kümmert, dass attraktive Inhalte erstellt und veröffentlicht werden. Bei den meisten Unternehmen ist der „Content Manager“ Job im besten Fall ein Teilzeitjob eines Marketingmitarbeiters oder an eine Agentur outgesourct. Und deshalb kann ich die folgenden sechs Punkte, die Klaus Eck in seinem Beitrag als Voraussetzungen für professionelles Content Management nur unterstreichen.

  1. Informationen zahlen auf die Unternehmensreputation ein
    Genau! Noch immer packen viel zu viele Unternehmen bei ihrer Content Strategie doch früher oder später die Marketingkeule aus. Ob das unbedingt am Ego liegt, wie Eck in seinem Beitrag meint, weiß ich nicht. Ich stelle in der Praxis viel häufiger fest, dass es einfach der fehlenden Zeit geschuldet ist, sich wirklich attraktive Inhalte einfallen zu lassen und dann wird halt doch wieder das Datenblatt herausgeholt.
  2. Entertainment ist erwünscht
    … aber halt nicht jeder ein Steven Spielberg. Und deshalb scheuen sich – zumindest in meiner Erfahrung – noch viele Unternehmer vor dem Gang vor die Kamera. Dennoch muss der Bereich Videos und Bilder in Zukunft bei vielen Unternehmen deutlich mehr Raum einnehmen.
  3. Qualität geht immer vor Quantität:
    Yepp! Ist aber häufig meiner Erfahrung nach auch eine beliebte Ausrede, es gleich ganz sein zu lassen. „Mir fällt nix ein, also schreibe ich nix!“ Stattdessen sollte man da jemanden fragen, der sich damit auskennt. Freiberufliche Texter und Redakteure gibt es genug.
  4. Content Strategie sollte auf Dialog setzen:
    Darin sehe ich derzeit die größte Herausforderung. Denn verwaiste Kommentarfelder und (zu) wenige „Likes“ und „Retweets“ kenne ich auch aus eigener leidvoller Erfahrung. Die Interaktion in sozialen Medien speziell zu Business-Themen lässt meiner Meinung nach immer noch zu wünschen übrig.
  5. Eine Content Strategie ersetzt das Zufallsprinzip:
    Genau!! Und deshalb muss es nicht nur eine klare, mittelfristig angelegte Strategie, sondern auch einen konkreten Content Plan geben.
  6. Cat Content langweilt auf Dauer:
    Ist aber halt „soooo süüüüßßßß“, so zumindest die Reaktion meiner Kolleginnen, als sie mich heute auf unserer Bilddatenbank nach einem Katzenbild suchen sahen.

Fazit: Niemand wartet auf Ihre Inhalte, und genau deshalb sollten Sie alles daran setzen, kontinuierlich qualitativ hochwertige Inhalte für die von Ihnen avisierte Zielgruppe zu recherchieren, zu erstellen und zu verbreiten. Denn der stete Tropfen hölt den Stein und vielleicht finden Sie ja Partner, bei denen auf Inhalte, wie Sie sie liefern können, mehr gesucht wird, als auf Ihrem eigenen Blog, Ihrer eigenen Webseite oder Ihrer eigenen Facebook-Fanpage.
 

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