IHK Schleswig-Holstein stellt sich gegen ULD-Ultimatum zum Facebook Like-Button

 

Das erklärte der Rechtsexperte der IHK, Marcus Schween, am Mittwoch in Lübeck. Die Kammer sei dafür auch bereit, mit dem Unabhängigen Landeszentrum Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) und dessen Landesdatenschutzbeauftragten Thilo Weichert um die Nutzung der Internetplattform Facebook einen Musterprozess zu führen. Das ULD hatte Unternehmen und Institutionen aufgefordert, ihre Facebook-Angebote bis Ende September abzuschalten, sonst drohten ihnen Bußgelder bis zu 50 000 Euro.

In einer Video-Stellungnahme auf der IHK-Webseite erklärt der IHK-Rechtsexperte Schween: „Wir nehmen den Datenschutz sehr ernst, aber hier soll er auf den Schultern der schleswig-holsteinischen Unternehmen gemacht werden“. Wenn das ULD Missbrauch von Daten befürchte, müsse es sich mit seiner Aktion gegen Facebook selbst richten. Eine generelle Empfehlung an die Mitgliedsunternehmen wollte die Kammer nicht geben.

Video-Stellungnahme Marcus Schween, IHK Schleswig-Holstein, zum ULD-Ultimatum für den Facebook Like-Button

 

 

Seit Wochen schwelt der Streit zwischen den Datenschützern zwischen den Meeren und dem weltweit größten sozialen Netzwerk mit mehr als 800 Millionen Nutzern um die Nutzung des populären „Gefällt mir“-Buttons auf Webseiten. Ein Treffen der beiden Streithähne (vgl. Bericht hier im Blog) Anfang September führte zu keiner Einigung. Das Ultimatum des ULD läuft am 30.9.2011 ab.

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