Handelsblatt-Artikel: Content Marketing Manager – Einer von 13 Berufen mit Zukunft


content-marketing-managerIn einem Handelsblatt-Artikel wurden Anfang dieser Woche „13 Berufe mit Zukunft“ in der Digitalbranche vorgestellt, darunter auch der Beruf des „Content Marketing Managers„. Laut Handelsblatt ist er dafür verantwortlich, die Kunden des Unternehmens „gezielt mit individuell für sie relevanten Inhalten anzusprechen“. Er übernimmt dabei aber nicht die Rolle des Schreiberlings, sondern ist, so das Handelsblatt, „eher eine Art Chefredakteur, der die Leitlinien und Inhalte für die Kommunikation mit den Kunden vorgibt.“ Von Vorteil ist es deshalb, wenn man Erfahrung aus dem Journalismus oder der PR mitbringt und ein Gespür für die jeweilige Zielgruppe und noch dazu Marketingerfahrung hat. Man muss verschiedenen Verbreitungskanäle kennen und einschätzen können und sollte auch eine hohe Technologie-Affinität besitzen. Dafür kann man dann auf eine Vergütung zwischen „40.000 und 60.000 Euro“ hoffen, erklärt der Bericht.

Mal abgesehen davon, dass sich das Handelsblatt-Anforderungsprofil liest wie die viel zitierte „eierlegende Wollmilchsau“ (Journalismus + Marketing + Zielgruppenkenntnise + technische Affinität), stellt sich natürlich die Frage, welche Unternehmen sich diesen Content Marketing Manager überhaupt leisten können und auch möchten. Denn wenn diese Unternehmen der Positionsbeschreibung des Handelsblatt folgen, dann benötigen sie auf jedenfall mindestens noch jemanden, der die vom Content Marketing Manager vorgegebenen Inhalte auch erstellt – und zwar in den für die Zielgruppe relevanten Formaten. Darüber hinaus geht es ja nicht nur darum, nur die Kunden mit Inhalten zu versorgen. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Content Marketing ist heute die Lead Generierung über entsprechende Inbound Marketing-Kampagnen.

Eine heute kurz durchgeführte Online-Recherche auf Online-Jobportalen wie zum Beispiel stepstone.de oder stellenanzeigen.de oer zeigte dann auch, dass es derzeit noch überhaupt keine Stellenangebote für die Bezeichnung „Content Marketing Manager“ gibt.
 

Content Manager statt Content Marketing Manager

Aus diesem Grund würde ich die Berufsbezeichnung auch von „Content Marketing Manager“ in „Content Manager“ umformulieren. Dieser Content Manager ist dann nämlich für Strategie, Vermarktung UND Erstellen der relevanten Inhalte verantwortlich – und kümmert sich darüber hinaus auch noch um die Erfolgskontrolle. Dass er sich beim Erstellen von Inhalten dann auch externer Content Service Provider bedient, ist absolut legitim. Wie unsere kleine Jobbörsen-Recherche ergab, gibt es für die Bezeichnung „Content Manager“ mittlerweile eine ganze Reihe von Stellenangeboten.

 

Was haben ein Content Manager und Klosterfrau Melissengeist gemeinsam?

Und wie die Stellenbeschreibungen zeigen, ist den meisten Unternehmen mittlerweile auch bewusst, dass die Aufgabe eines Content Managers heute weit über das reine „Online-Stellen“ hinausgeht. „Content Manager – nie war er so wertvoll wie heute„: Wir hätten unser Content Manager Webinar warscheinlich auch mit dem Titel „Content Manager – die eierlegende Wollmilchsau“ betiteln können, der Werbespruch für das Kräuterheilmittel erschien uns aber passender, denn er verdeutlicht die Bedeutung, die ein professioneller Content Manager heute für erfolgreiches Online-Marketing, Lead Generierung und damit letztendlich auch für den Erfolg eines Unternehmens hat. Und damit sind wir dann auch wieder einer Meinung mit dem Handelsblatt: Der Content [Marketing] Manager IST ein Beruf mit Zukunft.

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