Finanzwirtschafter.de „Angst vor Shitstorm im Netz“

ShitstormBereits mehrfach haben wir über das Thema „Shitstorm“ und die damit verbundene Angst in vielen Unternehmen gesprochen, sich überhaupt in Web 2.0 und Social Media und Web 2.0 zu bewegen. Aktuell erwischte es das Filmstudio Warner Brothers mit der Entscheidung, den US-Schauspieler Ben Affleck als neuen „Batman“ zu besetzen. Dabei sah sich vor allem der Schauspieler selbst dem Orkan der Web-Gemeinde ausgesetzt.
Das Online-Portal Finanzwirtschafter.de hat das Thema in einem aktuellen Beitrag ebenfalls aufgegriffen und kommt zu dem Ergebnis, dass viele Unternehmen zu schnell in zu vielen Netzwerken vertreten sein möchten, ohne sich vorher eine entsprechende Strategie zurecht gelegt zu haben. Dadurch drohe dann häufig die Gefahr, in einen Shitstorm zu geraten.

Dabei, so Finanzwirtschafter.de im Beitrag, würden soziale Medien und Online-Plattformen für viele Unternehmen nicht nur als Marketingplattformen eine immer größere Rolle spielen, sondern auch als Recruiting-Plattformen zum Ansprechen der so genannten „digital natives“, also junger Nachwuchskräfte und Berufseinsteiger, die mit Facebook, Twitter, YouTube sowie iPhone oder iPad groß geworden sind.

Doch auch hier ist ein Wort der Warnung angebracht. Wie das Beispiel „Sparda-Bank“ aus dem letzten Jahr zeigt, will auch professionelles E-Recruiting gelernt sein, denn sonst ufert die gut gemeinte Recruiting-Aktion am Ende noch in einen Shitstorm aus, womit wir wieder beim Anfang des Beitrags wären.
 

Verhalten bei einem Shitstorm

In meinem Fachbuch „So werden Sie zum Content King“ beschäftige ich mich ebenfalls mit dem Thema Shitstorm und habe unter anderem versucht, auf der Grundlage einiger bekannter Shitstorm-Beispiele ein paar Verhaltensregeln aufzustellen, die Sie meiner Meinung nach beherzigen sollten, wenn der Web 2.0-Orkan über Sie hinwegfegt:

  1. Hadern Sie nicht, wenn der Shitstorm losbricht, sondern stellen Sie sich den Anfeindungen. „Duck & cover“ ist keine gute Idee!
  2. Versuchen Sie zwar möglichst rasch, auf den Shitstorm zu reagieren, aber behalten Sie bloß kühlen Kopf. Keine Emotionen, keine Schnellschuss-Aktionen!
  3. Stellen Sie die Fakten dar, reagieren Sie nur die vermeintlich ernst gemeinten Kommentare. Geben Sie zu, wenn Fehler passiert sind und versprechen Sie Abhilfe. Beleidigungen werden verurteilt und zurückgewiesen.
  4. Atmen Sie dreimal tief durch. Jeder Shitstorm geht vorüber und kein Unternehmen, das von einem Shitstorm heimgesucht wurde, hat diesen nicht überlebt.
  5. Lassen Sie die Gefahr eines Shitstorms nicht als Argument gelten, sich nicht in Web 2.0 und sozialen Medien zu betätigen.
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