Bitkom-Umfrage: Unternehmen nutzen häufiger Faxgeräte als Soziale Netzwerke


453176_web_R_by_rundumkiel.de_pixelio.deIn Zeiten von “digitaler Transformation”, “Unternehmen 2.0” und “Industrie 4.0” sorgen die Ergebnisse einer Umfrage, die der Branchenverband Bitkom im Rahmen der gerade stattfindenden CeBIT 2016 veröffentlicht hat, doch für ungläubiges Kopfschütteln. Laut der Befraguung nutzen acht von zehn Unternehmen auch heute noch häufig das Faxgerät für die interne und externe Kommunikation. Dagegen setzen nur halb so viele Unternehmen dafür Online- oder Videokonferenzen ein. Soziale Netzwerke kommen sogar bei nur 15 Prozent der Unternehmen zum Einsatz.

An der Umfrage beteiligten sich mehr als ein tausend Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern in Deutschland. Der Branchenverband reiht sich damit ein in die Riege derjenigen, die schon jetzt davor warnen, dass insbesondere mittelständische Unternehmen in Deutschland die Entwicklung hin zu neuen digital bestimmten Vertriebs- und Geschäftsmodellen verschlafen.

So sieht die Firma Ernst & Young auf der Grundlage einer eigenen Marktstudie schon jetzt eine “Digitale Zweiklassengesellschaft im Mittelstand”.

 

Der Faktor Mensch

Als Hauptgrund für diese doch zögerliche Entwicklung wird wie so häufig der “Faktor Mensch” genannt. So gaben bei der Bitkom-Umfrage nur 58 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie über die erforderlichen Mitarbeiter im Unternehmen verfügen, um die Digitalisierung voranzutreiben. „Die Zurückhaltung bei der Nutzung sozialer Medien und beim Einstieg in die App-Ökonomie steht geradezu symbolisch für den noch zu zögerlichen Ansatz vieler Unternehmen bei der digitalen Transformation,“ erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder in Hannover anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz zur CeBIT.

Bildnachweis: (c) rundumkiel.de /pixelio.de

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