Auf dem Weg zum Unternehmen 2.0: Trendstudie prognostiziert Wandel in der Kommunikation

In einer Trendstudie der Fachhochschule Mainz wurden die Kernentwicklungen identifiziert, die den Kommunikationsalltag in Unternehmen in den nächsten fünf Jahren bestimmen werden. Unter technologischen Gesichtspunkten werden dabei die Themen Enterprise 2.0 sowie Unified Communications und Collaboration genannt. Aus der Unternehmensperspektive ist die Effizienzsteigerung und aus Mitarbeitersicht die Nutzung neuer Kommunikationstools und -kanäle von Bedeutung.

Die Trendstudie wurde unter Leitung von Prof. Dr. Lothar Rolke, Professor für BWL und Unternehmenskommunikation an der FH Mainz, durchgeführt. Dabei wurden unter dem Titel „Unternehmen vor der organisatorischen Revolution 2.0“ rund 50 vorhandene Untersuchungen zur Entwicklung der Kommunikationskultur in Unternehmen ausgewertet. Zudem hat die FH Mainz in einer Online-Umfrage rund 150 Mitarbeiter in Unternehmen unterschiedlichster Größe zu ihrem Kommunikationsverhalten befragt. Damovo, ein herstellerneutraler Integrations- und Servicepartner für Unified-Communications- und Collaboration (UCC)-Lösungen, präsentiert im Folgenden die wichtigsten Ergebnisse.

Zielsetzung der Studie war es, zu ermitteln, wie (radikal) sich die Kommunikationskultur in den Unternehmen in den nächsten fünf Jahren verändern wird. Dies wurde anhand der Kriterien „technologische Innovationen“, „Nutzenpotenziale für Unternehmen“ und „Bedürfnisse der Mitarbeiter“ näher untersucht.

Bei den technologischen und unter Kommunikationsgesichtspunkten relevanten Innovationen wurden von den Befragten unter Berücksichtigung der Mehrfachnennungen in folgender Rangordnung genannt: E-Mails (41 Prozent), Enterprise 2.0/Web 2.0, Video-/Audio-/Web-Conferencing, Unified Communications (jeweils 35 Prozent) und Smartphones (29 Prozent). Die größten Nutzenpotenziale sehen Unternehmen bei diesen Lösungen in den Bereichen Effizienzsteigerung (67 Prozent) und Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen sowie Innovationskraft (jeweils 42 Prozent). Für die Mitarbeiter sind hinsichtlich des Einsatzes neuer Technologien folgende Aspekte entscheidend: Flexiblere Arbeitsbedingungen (73 Prozent), neueste technische Ausstattung (45 Prozent), webbasierte Interaktionen (36 Prozent) und Nutzung neuer Kommunikationskanäle (27 Prozent).

In der Online-Befragung der FH wurden die Bedürfnisse der Mitarbeiter näher analysiert. Dabei wurde beispielsweise untersucht, welche Kommunikationsmittel privat beziehungsweise beruflich genutzt werden. Es ergaben sich hier teilweise erhebliche Unterschiede. So werden Handy und SMS im privaten Umfeld von 83 beziehungsweise 84 Prozent der Befragten verwendet, im beruflichen Alltag jedoch lediglich zu 51 beziehungsweise 27 Prozent. 56 Prozent nutzen Soziale Netzwerke privat, beruflich aber nur 16 Prozent. Auch beim Instant Messaging ist der Unterschied mit 32 Prozent privater und 6 Prozent geschäftlicher Nutzung gravierend. Die überwiegende Mehrheit der Befragten bestätigte, dass ein verstärkter Einsatz dieser Kommunikationsmittel im Unternehmensumfeld zu einer Effizienzsteigerung beitragen würde. Dies erklärten 86 Prozent (56 Prozent mit der Aussage „definitiv ja“ und 30 Prozent mit „eher ja“).

Die FH-Studie zeigt, dass einige zentrale Kernentwicklungen in den nächsten fünf Jahren den Kommunikationsalltag eines Unternehmens prägen werden. „Unternehmen verändern sich in normalen Zeiten immer dann, wenn drei Entwicklungen zusammenpassen: die technologischen Innovationen, die Bedürfnisse der Mitarbeiter und der erwartete Nutzen für das Unternehmen. Unsere Studie belegt, dass das im Hinblick auf den Einsatz von neuen Kommunikationslösungen ganz klar der Fall ist“, betont Prof. Dr. Lothar Rolke. „Mit der zunehmenden Nutzung von Unified-Communications- und Collaboration-Lösungen und Social Media werden sowohl die Anforderungen von Unternehmen als auch von Mitarbeitern erfüllt: einerseits im Hinblick auf eine Effizienzsteigerung und höhere Innovationskraft und andererseits hinsichtlich der Nutzung von neuesten Geräten und zusätzlichen Kommunikationskanälen.“

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